Livy Care unterstützt Pflegekräfte auf Geriatrie, Neurologie und internistischen Stationen: Es erkennt definierte Situationen frühzeitig, dokumentiert automatisch und meldet zuverlässig, dezent von der Decke, ohne dass Patienten etwas tragen müssen.
Livy Care ist die KI-Raumassistenz der HUM Systems GmbH für Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Das deckenmontierte System erkennt im Patientenzimmer Stürze sowie Situationen, die einem Sturz vorausgehen, und meldet sie über die bestehende Rufanlage an das Stationsteam. Zusätzlich dokumentiert Livy Care erkannte Ereignisse und gemessene Vitalwerte automatisch. Die Erkennung erfolgt passiv im Raum, sodass Patientinnen und Patienten kein Wearable tragen und keinen Knopf drücken müssen.
Livy Care erkennt Stürze sowie Situationen, die einem Sturz häufig vorausgehen: Unruhe im Bett, das Sitzen an der Bettkante und das Verlassen des Bettes. Hinzu kommen akustische Hilferufe, das Verlassen des Zimmers, längere Abwesenheit und auffällige Inaktivität.
Weil das System diese Situationen meldet, bevor jemand ohne Hilfe aufsteht, kann die Pflegekraft früher im Zimmer sein. Welche Situationen gemeldet werden, wird pro Station und Zimmer konfiguriert.
Automatisch dokumentiert werden gemessene Vitalwerte, konkret Blutdruck, Puls, Blutsauerstoff, Gewicht und Glukose aus kompatibler CGM-Sensorik, sowie erkannte Ereignisse wie Stürze.
Die Dokumentation entsteht dort, wo behandelt wird, statt später am Stützpunkt. Sie ist damit etwas anderes als die Ereigniserkennung: Erkannt wird deutlich mehr, dokumentiert wird gezielt das, was in die Patientenakte gehört. Die medizinische Bewertung der Werte bleibt beim Behandlungsteam.
Eine KI-Raumassistenz ist ein fest installiertes technisches Assistenzsystem, das Situationen in einem Raum sensorisch erfasst, mit künstlicher Intelligenz analysiert und bei definierten Ereignissen das Personal alarmiert.
Sie unterscheidet sich damit von punktuellen Meldern wie Sensormatten, die nur eine einzelne Fläche überwachen, und von Notrufsystemen, die eine aktive Handlung voraussetzen. Eine KI-Raumassistenz ersetzt kein Personal, sondern macht Situationen früher sichtbar.
Sensormatten erkennen den Kontakt mit einer definierten Fläche und lösen erst aus, wenn der Patient bereits aufgestanden ist. Notruf- und Klingelsysteme setzen voraus, dass jemand eine Taste drückt, was bei Delir, Demenz oder nach einem Sturz häufig nicht möglich ist.
Livy Care erfasst den gesamten Raum, erkennt mehrere Situationen parallel und benötigt weder eine Bodenfläche noch eine aktive Handlung. Livy Care ist ein Produkt der HUM Systems GmbH und ersetzt keine Pflegekraft.
Führende Klinikgruppen setzen auf Livy Care
Drei Konstellationen bestimmen das Sturzrisiko auf Station besonders stark. Sie treten häufig gemeinsam auf und binden gerade nachts erheblichen pflegerischen Aufwand.
Ein akuter Verwirrtheitszustand, der nach Operationen plötzlich auftritt, über Tage anhält und mit Unruhe, Desorientierung und erhöhter Sturzgefahr einhergeht.
Betrifft immer mehr Patientinnen und Patienten, führt zu Desorientierung, erhöht das Sturzrisiko und bindet erheblichen pflegerischen Aufwand, besonders nachts.
Häufig Folge von Erkrankungen im Alter. Sie kostet Autonomie, erhöht das Sturzrisiko und erschwert die Rehabilitation, von der Lagerung bis zur Mobilisation.
Drei Schwerpunkte, in denen Kliniken das System heute einsetzen.
Livy Care meldet nicht erst den Sturz, sondern bereits die Situationen davor. Unruhe im Bett, das Sitzen an der Bettkante, das Verlassen von Bett und Zimmer sowie der Sturz selbst werden erkannt und in vier Stufen gemeldet, dezent von der Decke und ohne Knopfdruck.
Gerade in Gerontopsychiatrie und Geriatrie fehlt das Personal für durchgehende Sitzwachen. Livy Care meldet, wenn ein gefährdeter Patient das Bett oder den Raum verlässt, und schafft zusätzliche Sicherheit dort, wo dauerhafte Präsenz nicht leistbar ist.
Auf internistischen Stationen mit Erstdiagnosen und schwieriger Einstellung bindet die manuelle Glukose-Erfassung Zeit. Livy Care liest kompatible Glukose-Sensorik aus, überträgt die Werte automatisch in die Dokumentation und weist auf zuvor definierte Grenzwertüber- und -unterschreitungen hin.
Deckensensorik, KI-Analyse und Integration in Rufanlage und Klinikinformationssystem. Vier Stufen, von der Erkennung bis zur Entscheidung.
Die KI-Raumassistenz erkennt risikoreiche Situationen frühzeitig, etwa nächtliche Unruhe oder das Verlassen des Bettes, und meldet sie automatisiert an das Stationsteam. Kommt es dennoch zu einem Sturz, sendet das System in Echtzeit einen Alarm. Welche Ereignisse aktiv sind, legen Sie pro Station und Zimmer fest.

Frühe Anzeichen für ein bevorstehendes Aufstehen, besonders relevant bei Delir.

Die kritischste Phase vor vielen nächtlichen Stürzen auf Station.

Erkennt, wenn ein Patient ungewöhnlich lange nicht ins Zimmer zurückkehrt.

Auffällig lange Phasen ohne jede Bewegung im Raum.

Sofortiger Alarm an das Stationsteam über die bestehende Rufanlage.

Relevant bei Weglauftendenz und Desorientierung, etwa bei Demenz.

Rufe nach Hilfe werden erkannt, auch wenn die Klingel nicht erreichbar ist.

Direkter Kontakt ins Zimmer über Zwei-Wege-Audio, noch vor dem Eintreffen.
Livy Care überträgt Messwerte aus angebundenen Geräten automatisch in die digitale Dokumentation. Blutdruck, Blutsauerstoff, Puls und Gewicht landen ohne manuelle Eingabe an der richtigen Stelle. Das spart Zeit, vermeidet Übertragungsfehler und schafft eine nachvollziehbare Verlaufskurve.
Erkannte Ereignisse und erfasste Werte fließen automatisch in Ihr bestehendes Klinikinformationssystem. Keine Doppelerfassung, keine Insellösung. Livy Care fügt sich über offene Schnittstellen in Ihre vorhandene IT-Landschaft ein.
Erprobte Anbindungen und Schnittstellen
Meldungen erreichen Ihr Team dort, wo es ohnehin hinschaut. Es entsteht keine zusätzliche Oberfläche, die im Alltag beobachtet werden muss.
Sie legen fest, welcher Alarm wen erreicht und wann eskaliert wird. Livy Care passt sich Ihren Abläufen an, nicht umgekehrt. Die technische Dokumentation stellen wir Ihrem IT-Team zur Verfügung.
Betrieb in deutschen Rechenzentren auf einer Cloud-Infrastruktur mit BSI-C5-Testat. Privacy by Design, Verarbeitung nach DSGVO.
Durch die sofortige Hilferuferkennung konnte einer Patientin, die sich mit letzter Kraft an der Bettkante festhielt, rechtzeitig geholfen werden. Ein Sturz wurde so verhindert.
Einzelfallbericht aus dem laufenden Betrieb einer geriatrischen Station.
In der Klinik wiegt ein Sturz schwerer als in der Langzeitpflege. Er wirkt auf Liegezeit, Folgekosten und Qualität, gleich dreifach.
Eine sturzbedingte Verletzung verlängert die Bettbelegung. Über DRG Fallpauschalen schlägt jeder zusätzliche Tag direkt auf die Kostenseite durch.
Innerklinische Sturzfolgen ziehen zusätzliche Leistungen nach sich. Eine frühere Reaktion kann dieses Risiko verringern.
Objektive, standortübergreifend vergleichbare Daten zu Sturzraten und Reaktionszeiten stärken Qualität und Außendarstellung.
Livy Care wurde in mehreren unabhängigen Untersuchungen begleitet. Die folgenden Ergebnisse beziehen sich auf Entlastung und Zeitaufwand, nicht auf eine gemessene Reduktion von Stürzen.
Die Untersuchungen wurden überwiegend in der stationären Langzeitpflege durchgeführt. Die Übertragbarkeit auf einzelne Klinikstationen hängt von Fachrichtung, Personalschlüssel und Prozessen ab. Methodik, Studiendesign und vollständige Ergebnisse stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung.
Nein. Livy Care erkennt definierte Situationen wie Unruhe im Bett, das Sitzen an der Bettkante, das Verlassen von Bett oder Zimmer sowie den Sturz selbst und meldet sie an das Pflegeteam. Dadurch kann früher reagiert werden. Ob ein Sturz verhindert wird, hängt von der pflegerischen Intervention ab. Eine vollständige Erkennung aller Ereignisse kann kein System dieser Art zusichern.
Die Sensorik ist an der Decke des Patientenzimmers montiert und erfasst Bewegungs- und Aufenthaltsmuster im Raum. Eine KI-Analyse ordnet diese Muster definierten Ereignissen zu und löst bei Bedarf einen Alarm aus. Patientinnen und Patienten müssen weder ein Armband noch einen Sender tragen und keinen Knopf drücken. Das ist besonders bei Delir und Demenz relevant, weil tragbare Systeme dort häufig abgelegt oder nicht bedient werden.
Nein. Eine angeordnete Sitzwache ersetzt Livy Care nicht. Das System kann jedoch dort zusätzliche Sicherheit schaffen, wo eine durchgehende persönliche Präsenz personell nicht leistbar ist, indem es das Verlassen von Bett oder Zimmer meldet. Die Entscheidung über die Betreuungsform trifft weiterhin das Behandlungsteam.
Livy Care ist ein technisches Assistenzsystem zur Unterstützung von Pflege- und Behandlungsteams. Es erfasst und dokumentiert definierte Ereignisse und Messwerte. Es stellt keine Diagnosen, gibt keine Therapieempfehlungen und ersetzt keine ärztliche oder pflegerische Beurteilung. Für die regulatorische Einordnung in Ihrem konkreten Einsatzszenario sprechen Sie uns bitte an.
Am häufigsten in der Geriatrie, in der Neurologie, in der Gerontopsychiatrie und auf internistischen Stationen. Gemeinsam ist diesen Bereichen ein hoher Anteil an Patientinnen und Patienten mit Delir, Demenz oder eingeschränkter Mobilität sowie ein hoher Betreuungsaufwand im Nachtdienst. Eingesetzt wird das System sowohl in Einzelzimmern als auch in Mehrbettzimmern, abhängig von der Konfiguration.
Livy Care ist kein Videoüberwachungssystem. Das System wertet Sensordaten aus, um definierte Situationen zu erkennen, und stellt dem Pflegeteam Ereignismeldungen bereit, keinen laufenden Bildstream zur Beobachtung. Für die konkrete Ausgestaltung in Ihrer Klinik stellen wir Ihnen ein technisches Datenschutzkonzept zur Verfügung, das Verarbeitung, Speicherfristen und Zugriffsrechte beschreibt.
Die Verarbeitung erfolgt in Rechenzentren in Deutschland auf einer Cloud-Infrastruktur, für die ein BSI-C5-Testat vorliegt. Das Testat bezieht sich auf die genutzte Infrastruktur, nicht auf Livy Care als Produkt. Die Verarbeitung erfolgt nach DSGVO, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung wird geschlossen.
Die datenschutzrechtliche Grundlage hängt vom Einsatzzweck, vom Bundesland und von der internen Ausgestaltung ab und wird pro Einrichtung festgelegt. In der Praxis werden Patientinnen, Patienten und Angehörige über das System informiert und die Nutzung wird im Aufnahme- und Behandlungsprozess dokumentiert. Wir unterstützen Sie mit Musterunterlagen und einer technischen Beschreibung für Ihren Datenschutzbeauftragten. Eine rechtliche Bewertung des Einzelfalls ersetzt das nicht.
Über offene Schnittstellen: REST API, MQTT und ESPA. Erkannte Ereignisse und erfasste Werte fließen in das bestehende Klinikinformationssystem, Alarme laufen in die bestehende Rufanlage, auf Stationstelefone, in die App auf dem Tablet oder auf den Desktop am Stützpunkt. Ziel ist, dass keine zusätzliche Oberfläche entsteht, die im Alltag zusätzlich beobachtet werden muss. Die technische Dokumentation stellen wir Ihrem IT-Team zur Verfügung.
Die Sensorik wird an der Zimmerdecke montiert und benötigt eine Stromversorgung sowie eine Netzwerkanbindung. Bauliche Eingriffe sind in der Regel nicht erforderlich. Vor der Installation erfolgt eine Netzwerk- und Standortanalyse, danach die Einrichtung der Alarmwege und die Einweisung des Teams. Den konkreten Ablauf und Zeitbedarf stimmen wir stationsbezogen ab.
Livy Care wurde unter anderem von der Universität Bielefeld mittels NASA-TLX untersucht, mit einer gemessenen Reduktion der Arbeitsbelastung um rund 30 Prozent, sowie von der FH Oberösterreich gemeinsam mit dem Seniorenzentrum Linz, mit 34 Prozent weniger Zeitaufwand bei der Vitaldatenmessung. Diese Untersuchungen wurden überwiegend in der stationären Langzeitpflege durchgeführt. Die Übertragbarkeit auf eine konkrete Klinikstation hängt von Fachrichtung, Personalschlüssel und Prozessen ab.
Wir hören erst zu. Dann rechnen wir gemeinsam mit Ihren Belegungs- und Stationszahlen durch, was Livy Care für Ihre Klinik konkret leisten kann.