KI-Raumassistenz für die Eingliederungshilfe

Mehr Sicherheit, ohne Selbstbestimmung einzuschränken.

Livy Care erkennt individuell definierte Risiken im Zimmer und informiert Ihr Team, wenn Unterstützung tatsächlich benötigt wird. Ohne Armband, ohne aktiven Knopfdruck und ohne ein pauschales Setting für alle Klient:innen.

Pro Person konfigurierbar Automatische Ereigniserkennung Entlastung im Nachtdienst
Livy Care im Wohnangebot der Eingliederungshilfe
Zimmer 3 · Sturz erkanntAlarm sofort an den Nachtdienst
Zimmer 7 · Bett verlassen02:14 Uhr, seit 6 Minuten
Träger der Eingliederungshilfe, die mit Livy Care arbeiten
Bethel.regional
Hoffnungstaler Stiftung Lobetal
HEPHATA
Lebenshilfe Brakel
RBV 1886
Bethel.regional, Unterstütztes Wohnen Beckhausstraße Bielefeld
Referenz · Bethel.regional

Individuelle Schutzkonzepte statt pauschaler Maßnahmen

Im Unterstützten Wohnen an der Beckhausstraße in Bielefeld arbeitet Bethel.regional mit der KI-Raumassistenz, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig die Selbstständigkeit der Klient:innen zu erhalten. Die Einstellungen wurden gemeinsam mit dem Team pro Person festgelegt.

„Die KI-Raumassistenz unterstützt uns bei individuellen Schutzkonzepten, erkennt Risiken frühzeitig und ermöglicht zugleich, dass unsere Klient:innen ihre Selbstständigkeit bewahren. Für das Team bedeutet das mehr Zeit für persönliche Zuwendung und qualitative Betreuung.“
BO
Benjamin OberschildBereichsleitung Unterstütztes Wohnen Beckhausstraße, Bielefeld
Die Ausgangslage

Wenn standardisierte Technik individuellen Unterstützungsbedarfen nicht gerecht wird

In Wohnangeboten der Eingliederungshilfe treffen sehr unterschiedliche Bedarfe auf begrenzte personelle Ressourcen. Klassische Ruftaster und pauschale Kontrollmaßnahmen greifen besonders dann zu kurz, wenn Menschen nicht selbstständig Hilfe rufen können oder nur in bestimmten Situationen Unterstützung benötigen.

Kritische Ereignisse bleiben zwischen Rundgängen unbemerkt

Ein Sturz, nächtliches Aufstehen oder längere Inaktivität wird häufig erst beim nächsten Kontrollgang sichtbar.

Sicherheit darf nicht zur pauschalen Überwachung werden

Was für eine Person notwendig ist, kann für eine andere einen unverhältnismäßigen Eingriff in Selbstbestimmung und Privatsphäre bedeuten.

Der Nachtdienst kann nicht überall gleichzeitig sein

Wenn eine Fachkraft mehrere Zimmer oder Wohngruppen betreut, muss sie erkennen können, wo gerade tatsächlich Unterstützung gebraucht wird.

Der Ansatz

Ein individuelles Assistenzprofil statt einer pauschalen Überwachung

Livy Care wird für jedes Zimmer einzeln eingestellt. Sie legen fest, welche Ereignisse erkannt werden, zu welchen Zeiten das System aktiv ist und wer im Ernstfall benachrichtigt wird. So erhält jede Person nur die Unterstützung, die zu ihrem individuellen Hilfe- und Schutzkonzept passt.

  • Funktionen einzeln zuschaltbarSturz, Bettverlassen, Raumverlassen, Inaktivität, Geräuschpegel oder Hilferuf lassen sich unabhängig voneinander aktivieren.
  • Zeitfenster statt DauerbetriebViele Träger nutzen die Assistenz ausschließlich nachts oder innerhalb klar definierter Ruhezeiten.
  • Anpassbar bei verändertem BedarfVerändert sich die Situation einer Person, wird das Assistenzprofil angepasst, ohne neue Technik installieren zu müssen.
  • Ohne Armband und ohne KnopfdruckNichts muss getragen, gesucht oder erinnert werden. Das ist besonders bei kognitiven oder motorischen Einschränkungen entscheidend.
Zimmer 1

Nächtliches Sturzrisiko

Nur Sturz und längere Inaktivität sind in der Nacht aktiviert.

Zimmer 2

Lauftendenz

Das Raumverlassen wird ausschließlich innerhalb eines vereinbarten Zeitfensters gemeldet.

Zimmer 3

Keine aktive Rufmöglichkeit

Hilferufe und auffällige Geräuschpegel werden automatisch an das Team weitergeleitet.

Zimmer 4

Hohe Selbstständigkeit

Nur der akustische Hilferuf ist aktiv. Weitere Ereignisse werden nicht überwacht.

Entscheidend ist die Verhältnismäßigkeit

Nicht jede verfügbare Funktion wird bei jeder Person aktiviert. Die Konfiguration orientiert sich am vereinbarten Unterstützungsbedarf und kann jederzeit angepasst werden.

Praxisbeispiel Nachtdienst

Eine Fachkraft, viele Zimmer, eine ganze Nacht

Livy Care meldet sich in den vereinbarten Zimmern, sobald ein definiertes Ereignis eintritt. So muss Ihr Team nicht mehr raten, wo gerade Aufmerksamkeit benötigt wird, und ruhige Zimmer bleiben von unnötigen Kontrollgängen ungestört.

01

Ereignis im Zimmer

Sturz, Bettverlassen, Raumverlassen, Inaktivität oder ein akustisches Signal wird erkannt.

02

Sofortige Meldung

Der Nachtdienst erhält die Meldung in Echtzeit auf Telefon, App oder Desktop.

03

Situation einschätzen

Je nach Konfiguration kann das Team über die Gegensprechfunktion nachfragen und beruhigen.

04

Gezielt handeln

Das Team reagiert dort, wo Unterstützung tatsächlich benötigt wird.

Weniger WegeKontrollgänge lassen sich anhand der tatsächlichen Situation priorisieren.
Früher informiertDefinierte Ereignisse werden zwischen den regulären Rundgängen sichtbar.
Ruhigere NächteKlient:innen werden seltener durch vorsorgliche Zimmerkontrollen gestört.
Was Livy Care erkennt

Drei Anwendungsbereiche statt eines starren Funktionspakets

Die verfügbaren Funktionen werden nicht pauschal aktiviert, sondern passend zum individuellen Assistenzprofil ausgewählt und miteinander kombiniert.

Kritische Situationen erkennen

Livy Care meldet definierte Ereignisse, die ohne aktive Hilfeanforderung unbemerkt bleiben könnten.

  • Sturzereignisse im Raum
  • Auffällig lange Inaktivität
  • Ungewöhnlich lange Abwesenheit

Nächtliche Mobilität begleiten

Aufstehen und Verlassen des Zimmers können innerhalb individueller Zeit- und Regelvorgaben gemeldet werden.

  • Sitzen am Bettrand und Bettverlassen
  • Unruhe im Bett
  • Raumverlassen und Lauftendenzen

Hilfe und Auffälligkeiten wahrnehmen

Auch ohne Ruftaster kann das Team auf Hilferufe und vereinbarte akustische Auffälligkeiten aufmerksam werden.

  • Akustische Hilferufe
  • Auffällige Geräuschpegel
  • Sichere Zwei-Wege-Kommunikation
Ergänzender Einsatz bei Menschen mit Epilepsie

Livy Care führt keine spezifische Epilepsie- oder Anfallserkennung durch und ersetzt kein medizinisches Anfallsmeldesystem. Es kann ergänzend Ereignisse wie einen Sturz, nächtliches Bettverlassen oder akustische Auffälligkeiten melden.

Datenschutz und Selbstbestimmung

Nur die Assistenz, die vereinbart und erforderlich ist

Datensparsamkeit beginnt bei der Konfiguration: Für jedes Zimmer wird festgelegt, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden. Die Verarbeitung erfolgt weitgehend lokal auf dem Gerät; Bild- und Tondaten werden nicht dauerhaft aufgezeichnet. Die Kommunikation mit externen Systemen erfolgt verschlüsselt.

Individuelle Freigabe

Funktionen, Zeitfenster und Benachrichtigungswege werden für jedes Zimmer gesondert festgelegt und dokumentiert.

Privacy by Design

Datenschutz ist Bestandteil der technischen Architektur. Es wird nur verarbeitet, was für das vereinbarte Assistenz- und Schutzkonzept erforderlich ist.

Nachvollziehbare Projektunterlagen

Für die Abstimmung mit Datenschutz, Interessenvertretungen und weiteren Beteiligten stellen wir die erforderlichen technischen und organisatorischen Informationen bereit.

Ruf- und Alarmierungskonzept

Livy Care fügt sich in die Abläufe Ihres Wohnangebots ein

Je nach Wohnform, Risikoprofil und vorhandener Infrastruktur kann Livy Care bestehende Rufsysteme ergänzen oder einzelne Funktionen vollständig übernehmen. Vor Projektbeginn prüfen wir gemeinsam, welche technische und organisatorische Einbindung für Ihr Wohnangebot geeignet ist.

  • Pro Zimmer konfiguriertJedes Zimmer erhält die Funktionen, die zum Unterstützungsbedarf der Person passen.
  • Ruf und Kommunikation kombinierbarAkustischer Hilferuf und Zwei-Wege-Audio können klassische Rufwege sinnvoll ergänzen.
  • Anbindung an bestehende SystemeMeldungen können in vorhandene Telefon-, Ruf- und Alarmierungswege integriert werden.
  • Regelbasierte EskalationSie legen fest, welches Ereignis wen erreicht und wann eine Meldung weitergeleitet wird.
Mitarbeitende mit Livy Care
Benachrichtigung

Ihr Team erhält Meldungen dort, wo es ohnehin arbeitet

Benachrichtigungsweg, Reihenfolge und Eskalation werden passend zu Ihren vorhandenen Abläufen festgelegt.

Stationstelefon

Diensttelefon

Meldungen direkt auf das Telefon, das im Wohnangebot bereits im Einsatz ist.

App

Smartphone- oder Tablet-App

Schneller Überblick über Ereignis, Zimmer und Bearbeitungsstatus.

Desktop

Desktop-PC

Zentrale Übersicht über mehrere Zimmer oder Wohnbereiche am Arbeitsplatz.

Einführung im Wohnangebot

Von der Bedarfsanalyse bis zur begleiteten Testphase

Eine erfolgreiche Einführung beginnt nicht mit der Installation, sondern mit der gemeinsamen Klärung der Anwendungsfälle, Zuständigkeiten und Erfolgskriterien.

1

Wohnangebot analysieren

Wir betrachten Bewohnerstruktur, Nachtdienst, bestehende Rufwege und konkrete Herausforderungen.

2

Anwendungsfälle festlegen

Gemeinsam definieren wir, für welche Personen und Situationen Livy Care einen sinnvollen Mehrwert bietet.

3

Beteiligte einbinden

Datenschutz, IT, Mitarbeitendenvertretung und weitere interne Stellen erhalten die erforderlichen Informationen.

4

Installieren und konfigurieren

Die Sensoren werden montiert und pro Zimmer entsprechend der vereinbarten Assistenzprofile eingestellt.

5

Team schulen

Mitarbeitende lernen Benachrichtigungen, Eskalationswege und die Anpassung der täglichen Abläufe kennen.

6

Im Betrieb auswerten

Die Testphase wird anhand vorher vereinbarter Kriterien ausgewertet und bei Bedarf nachjustiert.

Prüfen Sie, wo Livy Care in Ihrem Wohnangebot sinnvoll unterstützen kann.

In einem kurzen Erstgespräch betrachten wir Ihre konkreten Anwendungsfälle, die vorhandene Infrastruktur und mögliche nächste Schritte.