Schluss mit der manuellen Dokumentation: Politischer Rückenwind für KI in der Pflege
Mit ihrer neuen Strategie hat die Bundesregierung ein klares Ziel formuliert: Bis 2028 sollen rund 70 Prozent aller Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen KI-gestützte Dokumentationssysteme nutzen. Laut einem aktuellen Beitrag auf altenheim.net liegt der Fokus dabei nicht auf Technik um ihrer selbst willen, sondern auf echter Entlastung, effizienteren Abläufen und besserer Qualität in der Versorgung.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betonte in diesem Zusammenhang, dass digitale Innovationen stärker in den Versorgungsalltag integriert werden müssten, da sie das Personal entlasten und die Qualität der Behandlung verbessern können.
Geplant sind unter anderem sichere Testumgebungen, in denen Einrichtungen neue Anwendungen erproben können, sowie klare rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz. Parallel dazu wird die elektronische Patientenakte weiterentwickelt und die Infrastruktur gestärkt, damit digitale Lösungen stabil und zuverlässig in den Versorgungsalltag integriert werden können.
Noch immer fließt viel Zeit in manuelle Dokumentation. Es entstehen doppelte Einträge, Informationen werden erst später übertragen oder müssen erneut erfasst werden. Fachkräftemangel, steigende Dokumentationsanforderungen und immer komplexere Pflegebedarfe führen zusätzlich dazu, dass wertvolle Zeit oft am Schreibtisch statt am Bett verbracht wird.
Entscheidend wird sein, dass Lösungen nicht zusätzlich belasten, sondern sich nahtlos in bestehende Abläufe integrieren. Systeme müssen Daten dort erfassen, wo sie entstehen, und sie automatisch dorthin übertragen, wo sie gebraucht werden.
Automatisierung und Interoperabilität
Was politisch gefordert wird, lässt sich heute bereits praktisch umsetzen. KI-Raumassistenz unterstützt nicht nur bei der Sicherheit im Bewohnerzimmer, sondern liefert gleichzeitig wertvolle Daten für die Dokumentation. Statt Informationen schnell auf dem Handrücken zu notieren und später zu übertragen, werden relevante Ereignisse automatisch im Raum erfasst. Dazu gehören Vitalwerte, Sturzereignisse, Visiten oder andere Kontextdaten aus dem Pflegealltag.
Dank Schnittstellen zu bestehenden Dokumentationssystemen werden diese Informationen direkt und nahtlos in die Pflegedokumentation übertragen. Die Daten stehen unmittelbar für alle Beteiligten zur Verfügung und können in Echtzeit genutzt werden. So lassen sich beispielsweise Veränderungen oder Blutzuckerschwankungen schneller erkennen und einordnen.
Das bedeutet konkret: kein Notieren mehr und kein stundenlanges Nachdokumentieren am Ende der Schicht. Stattdessen entsteht eine kontinuierliche, automatisierte Dokumentation, die den tatsächlichen Pflegeverlauf besser abbildet und spürbar entlastet.
Die politischen Ziele sind ein klares Signal für die Richtung der Branche. Entscheidend wird nun sein, auf offene Schnittstellen und Interoperabilität zu setzen, damit Dokumentation, Sensorik und bestehende Softwarelösungen nahtlos zusammenspielen und Pflegekräfte wirklich entlastet werden.
👉 Jetzt unverbindliche Online-Demo vereinbaren:
