Schlüsselkonzepte aus der Automobilindustrie für die Pflege

Laut der WHO sind Stürze die zweithäufigste Todesursache bei Unfällen weltweit und folgen damit direkt hinter Verkehrsunfällen. Während sich in der Automobilindustrie in den letzten Jahrzenten unaufhörlich neue Innovationen durchgesetzt haben und sogar nach und nach gesetzlich vorgeschrieben wurden, hinkt es im Gegensatz dazu im Bereich der Sturzprävention ordentlich hinterher.

Sensorbasierte Fahrassistenten verhindern schwere Verkehrsunfälle und sind Pflicht bei Neuwagen

Die Automobilindustrie hat in den letzten Jahrzehnten eine Revolution durch digitale Technologien erlebt. Mit der Einführung von Airbags, Sensoren zur Erfassung von toten Winkeln und automatischen Spur- und Bremsassistenten konnte die Verkehrssicherheit signifikant verbessert werden. Darüber hinaus wird nun auch mittels künstlicher Intelligenz intensiv an autonomen Fahrzeugen geforscht, um Sicherheit und Komfort im Straßenverkehr auf eine neue Stufe zu heben.
Seit dem letzten Jahr sind bei Neuwagen Spurassistenzen, Brems- und Geschwindigkeitsassistenzen, sowie Reifendrucküberwachung und andere sicherheitsrelevante Systeme gesetzlich vorgeschrieben. Neuwagen rollen also seit 2022 mit jeder Menge Sicherheitsfeatures vom Band und sorgen somit nicht nur für allen möglichen Komfort der Reisenden, sondern minimieren gleichzeitig die Risiken für schwere Verkehrsunfälle. 
Doch wie sieht das bei Stürzen aus? Nach Verkehrsunfällen bilden sie die zweithäufigste Todesursache nach Unfällen. Gibt es hier auch technologische Innovationen, die genauso bedeutsam sind und in der Pflege angewendet werden können? 

Die Pflege bietet nach wie vor veraltete Systeme und zu wenig Sicherheit

Stürze sind nicht nur ein häusliches Risiko, sondern vielmehr ein "wachsendes Problem" der alternden Menschen, denn mit hohem Alter erhöht sich das auch das Riskiko für schwerwiegende Stürze mit Todesfolge. Ein Drittel aller Stürze lässt sich auf Personen über 65 Jahren zurückführen. 
Die Unfallfolgen nach einem Sturz im Alter sind oftmals schwere Frakturen und Prellungen. Die Folgen sind häufig eine eintretende oder höhere Pflegebedürftigkeit der Betroffenen. 
In der Pflege werden daher Maßnahmen zur effektiven Sturzprävention vorgeschrieben und im Rahmen der Sturzprophylaxe für jeden Pflegebedürftigen individuell festgesetzt. 
Doch sind die Maßnahmen zureichend? 

Oftmals kommen "veraltete" Systeme wie Klingelmatten zum Einsatz, die grundsätzlich zwar erfolgsversprechend sind, in der Realität jedoch mit vielen Nachteilen und Einschränkungen behaftet sind, sodass sie in der Praxis für eine wirklich nachhaltige Sturzprävention und zur frühzeitigen Erkennung von Stürzen (fast) nutzlos sind. 

Innovative Assistenzsysteme zur effektiven Sturzprävention und Früherkennung von Stürzen 

Innovative Assistenzsysteme haben auch in der Pflegebranche das Potenzial, das Personal zu entlasten, indem repetitive Aufgaben reduziert werden und somit mehr Zeit für eine persönlichere Betreuung der Klient:innen geschaffen wird. Durch die Entlastung des Personals bei gleichzeitigen qualitativen Monitoring der Klient:innen können Sicherheitsrisiken minimiert und die Pflegequalität erhöht werden. Die neuen intelligenten Sicherheitssysteme für Pflegebedürftige "überwachen" die individuellen Bedürfnisse der Personen und warnen das Pflegepersonal frühzeitig bei möglichen Gefahren. Angesichts des Fachkräftemangels und des steigenden Pflegebedarfs ist ein Wandel in unserer Branche unumgänglich und intelligente Assistenzsysteme werden zunehmend essentieller für eine würdevolle und sichere Betreuung von Pflegebedürftigen. 
Vor allem beim Thema Sturz bietet eine sensorbasierte KI den besonderen Vorteil, das Stürze mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit und einer dafür sehr geringer Fehlerquote frühzeitig erkannt werden können. Je früher ein Ereignis wie Sturz oder Hinlauftendenzen erkannt und einer Pflegekraft gemeldet wird, desto weniger schwerwiegend fallen die Sturzfolgen in der Regel für die Betroffenen aus und Stürze können oftmals ganz verhindert werden, da Pflegekräfte schneller vor Ort sind und (präventiv) helfen können. 

Die Sturzprophylaxe in Pflegeheimen sieht in der Regel hauptsächlich Maßnahmen vor, die einen Sturz verhindern sollen und sich dabei an den körperlichen und geistigen Bedürfnissen der Pflegebedürftigen orientieren, hält aber wenig Vorschriften zum Einsatz effektiver Sturzsensorik bereit, die Stürze im gesamten Raum frühzeitig erkennen. Hier hinkt die Pflege der Automobilindustrie und somit der Verkehrssicherheit maßgeblich hinterher. 

Glauben Sie, dass es möglich ist, das Leben Ihrer Klient:innen mit Hilfe intelligenter Sensoren heute genauso sicher zu gestalten, wie die intelligenten Neuwagen? 

Erfahren Sie mehr über eine zeitgemäße Sturzprophylaxe in Ihrer Pflegeeinrichtung. 
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